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Aktuelles

22.08.2026

Staatsminister verabschiedet Veronica Mbang Esono Eyang zur Weltmeisterschaft

TCC Friedrichshafen stellt in Malabo olympisches Zukunftsprogramm vor und vereinbart weitere Zusammenarbeit

Ein besonderer und zugleich richtungsweisender Termin stand heute für Veronica Mbang Esono Eyang und das Taekwondo Competence Center (TCC) Friedrichshafen in Malabo auf dem Programm.

Gemeinsam mit ihrer Delegation wurde die amtierende Afrikameisterin von S. E. Clemente Engonga Nguema Onguene, Staatsminister für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Sport der Republik Äquatorialguinea, zu einem offiziellen Treffen empfangen. Der Staatsminister verabschiedete Veronica dabei im Namen des Präsidenten der Republik Äquatorialguinea, S. E. Teodoro Obiang Nguema Mbasogo, zu den in der kommenden Woche in Taiyuan, China, stattfindenden Frauen-Weltmeisterschaften.

Die Begegnung unterstrich die hohe Bedeutung, die Veronica Mbang Esono Eyang inzwischen für den Sport Äquatorialguineas besitzt. Mit ihrem Gewinn der Afrikanischen Taekwondo-Meisterschaften 2026 hat sie einen historischen Erfolg für ihr Land erreicht und sich gleichzeitig als eine der erfolgreichsten Einzelathletinnen Äquatorialguineas etabliert. Das vom TCC Friedrichshafen und dem äquatorialischguineischen Taekwondoverband vorgelegte "High-Performance Olympic Program" baut auf dieser Entwicklung auf.

Im Mittelpunkt des offiziellen Treffens stand zunächst die bevorstehende Reise nach China. Der Staatsminister übermittelte Veronica die Grüße und die besten Wünsche des Präsidenten und verabschiedete sie im Namen der Republik zu ihrem nächsten internationalen Einsatz.

Für Veronica ist die Teilnahme an den Weltmeisterschaften in Taiyuan ein weiterer wichtiger Schritt in ihrer internationalen Entwicklung. Die regelmäßige Teilnahme an hochklassigen internationalen Wettbewerben ist ein wesentlicher Bestandteil des langfristigen Programms, das sie auf die Qualifikation für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles vorbereiten soll.

Die internationalen Wettkämpfe dienen dabei nicht nur der sportlichen Weiterentwicklung, sondern auch dem Aufbau der notwendigen Weltranglistenpunkte und der Erfahrung gegen die stärksten Athletinnen der Welt. Genau diese Kombination aus internationalen Wettbewerben, Trainingslagern und täglichem Training auf höchstem Niveau bildet einen zentralen Bestandteil des vorgelegten Programms.

Ausführliches Arbeitsgespräch über Veronicas olympische Zukunft

Im Anschluss an den offiziellen Teil folgte ein ausführlicheres Arbeitsgespräch mit Staatsminister Clemente Engonga Nguema Onguene.

Gemeinsam mit dem Präsidenten des äquatorialguineischen Taekwondoverbands wurde dem Staatsminister das von Markus Kohlöffel, Direktor und Cheftrainer des Taekwondo Competence Centers Friedrichshafen, ausgearbeitete "High-Performance Olympic Program 2026–2032" vorgestellt und detailliert erläutert.

Das Programm wurde ausdrücklich für die Regierung der Republik Äquatorialguinea erarbeitet und verfolgt eine klare Perspektive: die Qualifikation Veronicas für die Olympischen Spiele Los Angeles 2028 und darüber hinaus eine langfristige Entwicklung bis zu den Olympischen Spielen Brisbane 2032.

Dabei wurde insbesondere erläutert, warum die bereits bestehende Unterstützung durch das IOC Olympic Solidarity-Stipendium eine wichtige Grundlage für Veronicas Entwicklung bildet, für eine vollständige olympische Vorbereitung jedoch ergänzt werden muss.

Das vorgestellte Programm umfasst deshalb unter anderem die Teilnahme an internationalen Weltrangistenturnieren, internationale Trainingslager, professionelles Coaching, Konditions- und Koordinationstraining, Sportwissenschaft, Physiotherapie und Verletzungsprävention, Leistungsanalyse, Ernährung und Regeneration sowie die kontinuierliche Einbindung in ein internationales Hochleistungsumfeld.

Zusammenarbeit geht weit über Veronica hinaus

Im weiteren Verlauf des Gesprächs wurde deutlich, dass die angestrebte Zusammenarbeit weit über die unmittelbare Förderung von Veronica hinausgehen soll.

Staatsminister Clemente Engonga Nguema Onguene signalisierte großes Interesse daran, die Zusammenarbeit mit Markus Kohlöffel und dem Taekwondo Competence Center Friedrichshafen weiter zu intensivieren. Dies betrifft insbesondere die Entwicklung und den Aufbau des neu entstehenden multisportiven Hochleistungszentrums in Äquatorialguinea, das Athletinnen und Athleten verschiedener Sportarten künftig optimale Trainings- und Entwicklungsmöglichkeiten bieten soll.

Ein besonderer Schwerpunkt der geplanten Zusammenarbeit soll dabei auf dem Aufbau und der Weiterentwicklung von Trainern liegen. Durch gezielte Trainerausbildung, Fortbildungen und Schulungen soll das vorhandene internationale Know-how nachhaltig nach Äquatorialguinea übertragen und damit ein Beitrag zur Entwicklung leistungsfähiger Strukturen im nationalen Sport geleistet werden.

Gerade die Verbindung von Hochleistungssport und Ausbildung spielt dabei eine wichtige Rolle. Das TCC Friedrichshafen verfügt über langjährige internationale Erfahrung im Hochleistungstaekwondo sowie in der Ausbildung und Weiterentwicklung von Trainern und kann dieses Know-how künftig in die entstehende Struktur in Äquatorialguinea einbringen.

Nächstes Talent soll bereits aufgebaut werden

Darüber hinaus wurde die Möglichkeit erörtert, eine weitere junge Athletin aus Äquatorialguinea an das Taekwondo Competence Center Friedrichshafen zu entsenden.

Sie soll dort frühzeitig in das internationale Hochleistungstraining integriert und gezielt aufgebaut werden. Damit soll bereits während Veronicas weiterer Entwicklung das nächste Talent an das internationale Leistungsniveau herangeführt werden.

Ziel ist eine nachhaltige sportliche Perspektive über die Karriere einer einzelnen Athletin hinaus. Wenn das nächste Talent rechtzeitig aufgebaut wird, kann langfristig eine kontinuierliche Generationenfolge entstehen und verhindert werden, dass nach einer erfolgreichen Karriere eine Lücke entsteht.

So soll Schritt für Schritt eine nachhaltige Entwicklung des weiblichen Taekwondo-Hochleistungssports in Äquatorialguinea entstehen – eingebettet in die langfristige Entwicklung des multisportiven Hochleistungszentrums.

Ein langfristiges Programm für den Sport Äquatorialguineas

Im Gespräch wurde ausdrücklich der langfristige Charakter des Projekts herausgestellt.

Das Programm versteht die Förderung von Veronica nicht lediglich als Unterstützung einer einzelnen Sportlerin. Vielmehr soll sie zu einer Botschafterin des Sports und des Landes Äquatorialguinea werden und gleichzeitig als Vorbild für die junge Generation, insbesondere für Mädchen und junge Frauen, dienen.

Das vorgelegte Konzept verbindet deshalb sportliche Spitzenleistung mit internationaler Sichtbarkeit, der Förderung des Frauensports, der Entwicklung nachhaltiger Hochleistungssportstrukturen und einem langfristigen olympischen Vermächtnis für Äquatorialguinea.

Für das TCC Friedrichshafen ist dabei besonders wichtig, dass Veronica ihre tägliche Vorbereitung weiterhin in Friedrichshafen absolvieren kann. Das Programm sieht das Taekwondo Competence Center Friedrichshafen als langfristige Trainingsbasis vor. Dort trainiert Veronica gemeinsam mit internationalen Athletinnen und Athleten auf höchstem Niveau und erhält Zugang zu einem professionellen Umfeld mit Coaching, Sportwissenschaft und ergänzenden Unterstützungsleistungen.

Die Unterstützung des IOC als wichtige Grundlage

Im Arbeitsgespräch wurde zugleich die bisherige Unterstützung durch das IOC Olympic Solidarity-Stipendium ausdrücklich gewürdigt. Sie hat die Grundlage dafür geschaffen, dass Veronica ihre sportliche Entwicklung in Friedrichshafen fortsetzen und sich international etablieren konnte.

Das nun vorgestellte "High Performance Olympic Program" soll auf dieser Grundlage aufbauen und die Voraussetzungen schaffen, um Veronicas sportliches Potenzial auf dem Weg zu Los Angeles 2028 bestmöglich auszuschöpfen.

Dabei ist das Programm bewusst langfristig angelegt. Die erste Phase konzentriert sich auf die Vorbereitung und Qualifikation für Los Angeles 2028. Gleichzeitig eröffnet das Konzept eine Perspektive über die kommenden Olympischen Spiele hinaus bis zu Brisbane 2032.

Staatsminister kündigt Besuch beim Wintercamp an

Ein weiteres Zeichen für die geplante Intensivierung der Zusammenarbeit setzte Staatsminister Clemente Engonga Nguema Onguene zum Abschluss des Treffens: Er signalisierte seine Teilnahme am kommenden Wintercamp des Taekwondo Competence Centers Friedrichshafen.

Damit soll der persönliche Austausch zwischen der Regierung Äquatorialguineas und dem TCC Friedrichshafen auch in Deutschland fortgesetzt werden. Der geplante Besuch bietet zugleich die Möglichkeit, die internationale Trainingsarbeit des TCC unmittelbar kennenzulernen und weitere konkrete Schritte für die Zusammenarbeit in den Bereichen Hochleistungssport, Trainerausbildung, Talententwicklung und sportliche Entwicklung zu besprechen.

Ein wichtiger Schritt für Veronicas olympische Zukunft

Das heutige Treffen war damit weit mehr als eine offizielle Verabschiedung zu einem internationalen Wettkampf.

Es war zugleich ein wichtiger Austausch über die sportliche Zukunft einer Athletin, die in diesem Jahr bereits Geschichte für ihr Land geschrieben hat, und über die weitere Entwicklung des Sports in Äquatorialguinea.

Mit dem vorgelegten "High-Performance Olympic Program" liegt ein konkreter und langfristig angelegter Entwicklungsplan vor, der die vorhandenen internationalen Strukturen mit den sportpolitischen Zielen Äquatorialguineas verbindet. Gleichzeitig eröffnet die geplante Zusammenarbeit im Bereich der Trainerausbildung, des neu entstehenden multisportiven Hochleistungszentrums und des gezielten Aufbaus weiterer Athletinnen eine Perspektive, die weit über die Karriere einer einzelnen Sportlerin hinausgeht.

Für Veronica geht die Reise nun zunächst nach Taiyuan. Danach richtet sich der Blick bereits wieder auf die nächsten internationalen Wettkämpfe und die langfristige Vorbereitung auf Los Angeles 2028.

Das gemeinsame Ziel ist klar: Aus dem afrikanischen Erfolg soll der nächste Schritt auf die olympische Bühne folgen - und gleichzeitig soll im Rahmen des neuen multisportiven Hochleistungszentrums eine nachhaltige Struktur geschaffen werden, in der bereits heute die nächste Generation von Athletinnen und Trainern aufgebaut wird.

TCC-Direktor Markus Kohlöffel bedankte sich bei Staatsminister Clemente Engonga Nguema Onguene für den offenen und konstruktiven Austausch, für die offizielle Unterstützung und Verabschiedung Veronicas im Namen des Präsidenten der Republik Äquatorialguinea sowie für das große Interesse an einer weiteren und vertieften Zusammenarbeit.



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