
Offizieller Teil des Internationalen Sommercamps Taekwondo Friedrichshafen verbindet internationalen Spitzensport mit dem Pioniergeist der Stadt
Friedrichshafen ist in diesen Tagen Treffpunkt für Taekwondo-Sportlerinnen und -Sportler aus aller Welt. Beim Internationalen Sommercamp Taekwondo Friedrichshafen 2026 trainieren mehr als 130 Athletinnen und Athleten aus über 20 Nationen gemeinsam am Bodensee.
Am Mittwoch, 5. August, stand mit dem offiziellen Teil des Sommercamps ein besonderer Höhepunkt auf dem Programm. Zahlreiche Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft waren nach Friedrichshafen gekommen, um sich ein Bild von der internationalen Arbeit des Taekwondo Competence Center Friedrichshafen (TCC) zu machen.
Hochrangige Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft
Unter den Gästen waren zahlreiche Persönlichkeiten, die die besondere Bedeutung des internationalen Sommercamps und des TCC Friedrichshafen unterstrichen.
Aus der Politik nahmen Prof. Dr. Alexander Bruns, CDU-Landtagsabgeordneter für den Wahlkreis Bodensee, Laura Straub, Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Friedrichshafen, sowie Ralf Schwaderer, Mitglied der CDU-Gemeinderatsfraktion der Stadt Friedrichshafen, teil. Die Stadt Friedrichshafen war zudem durch Detlev Maaß, Leiter des Amts für Sport, Freizeit und Außerschulisches Lernen, vertreten.
Auch hochrangige Vertreter des organisierten Sports waren vor Ort. Tim Lamsfuß, Leiter des Olympiastützpunkts Stuttgart, besuchte den offiziellen Teil ebenso wie Zymantas Braziunas, Präsident des Litauischen Taekwondo-Verbandes. Mit Heinz Gruber, Ehrenpräsident der Deutschen Taekwondo Union, und Enrico Simon, Vizepräsident der Taekwondo Union Baden-Württemberg, waren zudem wichtige Persönlichkeiten des deutschen und baden-württembergischen Taekwondo vertreten.
Aus dem Kreis der Partner und Unterstützer des TCC nahmen unter anderem Sergio De Feo und Andreas Hufnagel von Technogym sowie Michael Kempf, Vorstandsvorsitzender der MKS Software Management AG, teil. Ebenfalls anwesend waren Matthias Biskupek, Rechtsberater des TCC Friedrichshafen, und Jochen Dedeleit als Vertreter der Schwäbischen Zeitung.
Eine besondere Bedeutung erhielt der Nachmittag durch die Anwesenheit von David Dornier, dem früheren Direktor des Dornier-Museums, sowie Dr. Sylvia Wölfle von der Maybach Foundation / Maybach Schaudepot.
Wenn Pioniergeist auf internationalen Sport trifft
Dass Vertreter dieser beiden Familien beim offiziellen Teil des Sommercamps zu Gast waren, ist weit mehr als eine besondere Geste gegenüber dem TCC.
Die Namen Dornier und Maybach sind untrennbar mit der Geschichte Friedrichshafens und zugleich mit bedeutenden Kapiteln internationaler Technik- und Industriegeschichte verbunden.
Für Menschen außerhalb der Region ist diese Verbindung möglicherweise nicht auf den ersten Blick sichtbar. Friedrichshafen ist heute vor allem als Stadt am Bodensee bekannt. Seine internationale Bedeutung wurde jedoch maßgeblich durch Persönlichkeiten geprägt, die hier den Mut hatten, neue Wege zu gehen und technische Grenzen zu verschieben.
Claude Dornier gehört zu diesen Pionieren. Nach seinem Eintritt in die Luftschiffbau Zeppelin GmbH entwickelte er in Friedrichshafen innovative technische Lösungen und baute mit seinen Flugzeugkonstruktionen eine international bedeutende Marke auf. Seine Ganzmetallflugzeuge waren für ihre Zeit technisch revolutionär. Der Dornier „Wal“ wurde zu einem Meilenstein der Luftfahrt, die Do X ging als größtes Flugzeug ihrer Zeit in die Geschichte ein. Viele der entwickelten Flugzeugtypen wurden später auch außerhalb Deutschlands gefertigt - Dornier wurde damit zu einer international bekannten Marke.
Auch die Namen Wilhelm und Karl Maybach stehen für diesen außergewöhnlichen Pioniergeist. Die Maybach-Unternehmensgeschichte ist seit mehr als einem Jahrhundert eng mit Friedrichshafen verbunden. 1912 siedelte das Unternehmen nach Friedrichshafen über. Karl Maybach entwickelte hier unter anderem Hochleistungsmotoren für Luftschiffe und später innovative Antriebslösungen für Automobile, Schienenfahrzeuge und Schiffe.
Dornier und Maybach stehen damit stellvertretend für eine Generation von Pionieren, die aus Friedrichshafen heraus Technologien entwickelten, die weit über die Region hinaus Wirkung entfalteten.
Eine Tradition, die bis heute wirkt
Genau dieser Gedanke des Pioniergeistes verbindet die Geschichte der Stadt mit dem heutigen Engagement des TCC Friedrichshafen.
Denn auch im Sport entstehen internationale Erfolge nicht allein durch bestehende Strukturen. Sie entstehen dort, wo Menschen bereit sind, neue Wege zu gehen, langfristig zu denken und an eine Idee zu glauben.
Das Taekwondo Competence Center Friedrichshafen verfolgt seit vielen Jahren genau diesen Ansatz. Athletinnen und Athleten aus unterschiedlichen Teilen der Welt kommen nach Friedrichshafen, um gemeinsam zu trainieren, Erfahrungen auszutauschen und sich auf internationale Wettkämpfe vorzubereiten.
Das Sommercamp ist dabei ein sichtbares Beispiel für diese Entwicklung.
Was einst als Idee begann, hat sich zu einem internationalen Treffpunkt entwickelt. Athleten aus mehr als 20 Nationen trainieren in Friedrichshafen gemeinsam und tragen dabei den Namen der Stadt in die Welt.
Friedrichshafen - mehr als nur ein Ort am Bodensee
Für viele der internationalen Teilnehmer ist Friedrichshafen zunächst vor allem der Ort, an dem sie trainieren.
Doch die Geschichte der Stadt macht deutlich, dass Friedrichshafen schon seit mehr als einem Jahrhundert für internationale Vernetzung, technische Innovation und den Mut zum Neuen steht.
Die Stadt wurde durch Zeppelin, Dornier, Maybach und weitere Pioniere zu einem bedeutenden Zentrum von Luftfahrt, Maschinenbau und Technologie. Aus dem Umfeld der Zeppelin-Entwicklung entstanden Unternehmen und Entwicklungen, die bis heute international wirken.
Diese Geschichte ist bis heute sichtbar.
Wer heute durch Friedrichshafen geht, begegnet an vielen Stellen den Spuren dieser Pionierzeit. Gleichzeitig entsteht mit dem TCC eine neue Geschichte des internationalen Sports.
Der Gedanke des „Pioniers“ verbindet Vergangenheit und Zukunft
Vielleicht liegt genau darin die besondere Bedeutung des Besuchs von David Dornier und Dr. Sylvia Wölfle beim Sommercamp.
Es geht nicht darum, Vergangenheit und Gegenwart gleichzusetzen. Es geht vielmehr um eine gemeinsame Haltung:
Pionier zu sein bedeutet, etwas zu wagen, bevor der Erfolg garantiert ist.
Claude Dornier musste neue technische Wege beschreiten. Karl Maybach entwickelte Motoren und Antriebssysteme für völlig neue Einsatzbereiche. Und auch im internationalen Sport braucht es Menschen, die bereit sind, Strukturen neu zu denken und langfristige Visionen zu verfolgen.
Der internationale Aufbau des TCC Friedrichshafen steht für einen solchen Weg.
Das Ziel ist nicht nur, Sportlerinnen und Sportlern optimale Trainingsbedingungen zu bieten. Es geht darum, Friedrichshafen zu einem internationalen Zentrum für Taekwondo zu entwickeln, Talente frühzeitig zu fördern, internationale Athleten zusammenzubringen und gleichzeitig die Verbindung von Sport, Bildung und gesellschaftlicher Entwicklung zu stärken.
Internationale Begegnung am Bodensee
Der offizielle Teil des Sommercamps machte deshalb sichtbar, was das TCC Friedrichshafen inzwischen auszeichnet: Internationalität, sportliche Exzellenz und die Verbindung zur Region.
Athletinnen und Athleten aus mehr als 20 Nationen trainieren gemeinsam am Bodensee. Trainer tauschen Erfahrungen aus. Vertreter aus Politik, Sport, Wirtschaft und Gesellschaft kommen miteinander ins Gespräch.
Und mittendrin stehen zwei Familiennamen, die wie kaum andere für die Geschichte des Friedrichshafener Pioniergeistes stehen.
Der Besuch der Vertreter der Familien Dornier und Maybach war damit auch ein symbolisches Zeichen: Die Geschichte des Pioniergeistes in Friedrichshafen ist nicht abgeschlossen. Sie kann weitergeschrieben werden.
Ein Standort mit internationaler Perspektive
Das Internationale Sommercamp Taekwondo Friedrichshafen 2026 zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial in diesem Gedanken steckt.
Mehr als 130 Sportlerinnen und Sportler aus über 20 Nationen sind in diesen Tagen in Friedrichshafen zu Gast. Sie trainieren gemeinsam, lernen voneinander und nehmen nicht nur sportliche Erfahrungen mit nach Hause, sondern auch ein Stück Friedrichshafen.
So verbindet das Sommercamp internationale Sportentwicklung mit der Geschichte und Identität der Stadt.
Und vielleicht ist genau das die schönste Verbindung zwischen den Pionieren der Vergangenheit und den Athletinnen und Athleten von heute:
Neue Wege zu gehen, Grenzen zu verschieben und Friedrichshafen mit der Welt zu verbinden.
Den Abschluss eines besonderen Tages bildete schließlich das gemeinsame Barbecue auf dem Außengelände. Ehrengäste, Trainer und Campteilnehmer saßen zusammen, tauschten sich aus und ließen den Tag bei einem gemeinsamen Grillabend in entspannter Atmosphäre ausklingen. Sportliche Grenzen spielten dabei keine Rolle mehr - im Mittelpunkt standen Begegnung, Freundschaft und die gemeinsame Leidenschaft für Taekwondo.
Offizieller Teil des Internationalen Sommercamps Taekwondo Friedrichshafen verbindet internationalen Spitzensport mit dem Pioniergeist der Stadt.
Mit einer Einführung in die Veränderungen des internationalen Wettkampfreglements startete das Internationale Sommercamp Taekwondo Friedrichshafen in den zweiten Tag.