Taekwondo Competence Center Friedrichshafen | TCC | adidas Testcenter

Aktuelles

15.04.2026

Weichenstellung für das TCC Friedrichshafen

TCC Friedrichshafen: Ein Zentrum für Sport, Bildung und internationale Exzellenz

Mit der geplanten baulichen Realisierung des TCC Friedrichshafen auf dem Gelände des Bildungszentrums Bodensee-Schule St. Martin entsteht ein Leuchtturmprojekt, das Sport, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung in einzigartiger Weise miteinander verbindet.

Dabei handelt es sich konkret um ein Trainings- und Leistungszentrum für die Sportart Taekwondo, das den Bau einer modernen Mehrzweck-Zweifachsporthalle sowie ergänzender Außensportanlagen umfasst. Damit werden optimale Bedingungen für Schul-, Breiten- und Leistungssport gleichermaßen geschaffen.

Diese Grundidee wird auch vom Stiftungsrat der Bodensee-Schule St. Martin wohlwollend und positiv aufgenommen. Gerade im Hinblick auf die Weiterentwicklung des Bildungszentrums und die qualitative Stärkung des Ganztagsbereichs gibt es dort die klare Bereitschaft, das Vorhaben konstruktiv zu unterstützen und aktiv zu begleiten.

V. l.: Christoph Landsbeck (Konrektor i. K. Gemeinschaftsschule und Werkrealschule), Michael Bucher (Stiftungsvorstand, Leiter des Bildungszentrums & Rektor der Bodensee-Schule) und Markus Kohlöffel (TCC-Direktor).

Das Bildungszentrum bildet dabei mit rund 1.160 Schülerinnen und Schülern eine außergewöhnlich große und leistungsfähige Grundlage für die Umsetzung eines solchen ganzheitlichen Sport- und Bildungskonzepts.

Bereits heute steht das TCC für gelebte Inklusion, internationale Trainingsgruppen und leistungsorientierte Entwicklung. Die zukünftigen Kooperationen führen diese Ansätze konsequent weiter und schaffen ein durchgängiges System – von der frühkindlichen Förderung bis hin zum olympischen Spitzensport.

Frühförderung als Fundament: Taekwondo im Schulsystem

Ein zentrales Alleinstellungsmerkmal ist die vollständige Integration von Taekwondo in den regulären Schulsport. In den Klassen 1 bis 10 erhalten alle Schülerinnen und Schüler wöchentlich eine Unterrichtseinheit im Taekwondo.

Ergänzend dazu ist ab Klassenstufe 8 die Einführung eines Sportprofils vorgesehen. Dieses sieht zwei zusätzliche wöchentliche Sportstunden vor und soll gezielt um die Sportart Taekwondo erweitert werden. Damit wird eine vertiefte leistungsorientierte Ausbildung im Rahmen des schulischen Bildungsplans ermöglicht, orientiert an den Vorgaben des Bildungsplans Baden-Württemberg für das Profilfach der Gemeinschaftsschule.

Nach einer Anlaufphase von etwa sechs Jahren entsteht daraus ein außergewöhnlicher Effekt: Beim Übergang in die 6. Klasse verfügen die Schülerinnen und Schüler bereits über ein sehr hohes Leistungsniveau – perspektivisch bis hin zum schwarzen Gürtel.

Zusätzlich wird für die Klassenstufen 5 bis 7 eine Taekwondo-Freizeitgruppe im Umfang von 2,5 Stunden pro Woche eingerichtet. Diese dient der vertiefenden sportlichen Förderung, der Stabilisierung motorischer Grundlagen sowie der frühzeitigen Identifikation von Talenten.

Damit entwickelt sich ein einzigartiger und breit angelegter Talentpool, der eine systematische und objektive Sichtung von sportlich besonders geeigneten Kindern ermöglicht.

Strukturierte Talentförderung ohne Bildungsbrüche

Aus diesem „Sichtungspool“ werden gezielt Talente identifiziert und intensiv gefördert. Die zusätzliche Ausbildung erfolgt bis zu viermal pro Woche im Rahmen der schulischen Mittagsfreizeit – ohne Fehlzeiten im Unterricht.

Das Konzept ist dabei bewusst:

  • altersübergreifend
  • schulklassenübergreifend
  • schulartübergreifend
  • nahtlos in den Schulalltag integriert


Ergänzt wird diese Förderung durch die täglichen Vereinstrainings des Bodensee-Schulsport-Vereins Friedrichshafen am Abend.

Bereits in jungen Jahren können Talente so schrittweise an ein zweifaches tägliches Training herangeführt werden – ein entscheidender Baustein für eine spätere Hochleistungskarriere.

Vom Nachwuchs zur Spitze: Eine echte Talentschmiede

Durch die enge Verzahnung von Schule, Verein und Leistungszentrum entsteht eine kontinuierliche Entwicklungskette. Ohne Systembrüche werden junge Sportlerinnen und Sportler vom Einstieg bis in den Spitzensport begleitet.

Das TCC Friedrichshafen fungiert dabei als zentrales Bindeglied und bietet mit seinen internationalen Trainingsgruppen ein Umfeld, das bereits früh an die Anforderungen des Weltniveaus heranführt.

So entsteht in Friedrichshafen eine nachhaltige Talentschmiede für deutsche Spitzensportler.

Spitzensport auf höchstem Niveau: Nationale und internationale Synergien

Ein weiterer entscheidender Entwicklungsschritt ergibt sich aus der möglichen Einbindung der Sportfördergruppe der Bundeswehr Sonthofen.

Bei entsprechender Zustimmung des Spitzenverbands könnte am Standort Friedrichshafen ein eigener Trainingsstützpunkt für Taekwondo entstehen. In Kombination mit den bereits am TCC trainierenden internationalen Athletinnen und Athleten würde sich damit eine Trainingsgruppe von außergewöhnlicher Qualität entwickeln.

Das Zielbild:

  • bis zu drei Trainingseinheiten täglich
  • hohe Trainingsintensität und -qualität
  • gemeinsame leistungsorientierte Zielstruktur


In dieser Konstellation trainieren deutsche Bundeswehrathleten gemeinsam mit internationalen Spitzensportlern – vereint durch ein klares Ziel: die Qualifikation für Olympische Spiele.

Internationale Verantwortung und gesellschaftliche Wirkung

Das TCC ist bewusst international ausgerichtet. Kooperationen mit Olympic Solidarity des Internationalen Olympischen Komitees sowie mit World Taekwondo ermöglichen gezielte Förderprogramme für Athletinnen und Athleten aus Entwicklungsländern.

Auch Initiativen wie die Olympic Refuge Foundation und die Taekwondo Humanitarian Foundation werden aktiv eingebunden und schaffen Perspektiven für geflüchtete Sportlerinnen und Sportler.

Inklusion als gelebte Realität

Neben dem Leistungssport ist Inklusion ein zentraler Bestandteil des Gesamtkonzepts. In Zusammenarbeit mit der Tannenhag-Schule Friedrichshafen bestand bereits seit vielen Jahren eine enge und erfolgreiche Kooperation.

Diese gewachsene Partnerschaft bildet eine besonders stabile Grundlage für den weiteren Ausbau inklusiver Sportangebote im Taekwondo. Die regelmäßigen gemeinsamen Aktivitäten haben gezeigt, welches Potenzial der Sport für Teilhabe, persönliche Entwicklung und soziale Integration bietet.

Ergänzt wird dieses Engagement durch die Zusammenarbeit mit dem Para-Taekwondo-Komitee von World Taekwondo, wodurch perspektivisch auch leistungsorientierte Strukturen für Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung geschaffen werden können. Bereits heute zeigen sich konkrete Erfolge dieser Arbeit: So stellte das TCC Friedrichshafen mit Blick auf die Paralympische Spiele Tokio 2020 bereits ein Teilnehmer im Para-Taekwondo. Aktuell bereiten sich zudem zwei Para-Sportler gezielt auf eine mögliche Teilnahme an den Paralympische Spiele Los Angeles 2028 vor – ein weiterer Beleg für die nachhaltige und leistungsorientierte Entwicklung im inklusiven Sportbereich.

Das TCC versteht Inklusion damit nicht als Zusatzangebot, sondern als festen und selbstverständlichen Bestandteil seiner Gesamtphilosophie.

Bildung als gleichwertige Säule

Parallel zur sportlichen Förderung entsteht ein umfassendes Bildungsnetzwerk.

Ein zentrales strategisches Ziel ist die Weiterentwicklung des Bildungszentrums Bodensee-Schule St. Martin zu einer Eliteschule des Sports in enger Kooperation mit dem Deutschen Olympischen Sportbund.

Die Zielsetzung orientiert sich dabei klar am Leitbild der Eliteschulen des Sports: der optimalen Verbindung von schulischer Ausbildung und sportlicher Spitzenförderung. Diese Einrichtungen schaffen gezielt Rahmenbedingungen, in denen junge Athletinnen und Athleten ihre sportliche Karriere verfolgen können, ohne ihre schulische Entwicklung zu vernachlässigen – mit dem Anspruch, „Weltmeister zu werden und den Schulabschluss zu schaffen“.

Konkret bedeutet dies:

  • enge Abstimmung von Trainings- und Unterrichtszeiten
  • flexible schulische Strukturen zur Unterstützung des Leistungssports
  • individuelle Förderung zur Sicherstellung der dualen Karriere


Damit würde in Friedrichshafen ein leistungsfähiger Verbund aus Schule, Training und perspektivisch auch weiteren unterstützenden Strukturen entstehen – vergleichbar mit den erfolgreich etablierten Standorten in Deutschland.

Für deutsche Athletinnen und Athleten wird dieses Angebot ergänzt durch:

  • Programme der SRH Fernhochschule
  • Studienmöglichkeiten an der Zeppelin Universität
  • Angebote der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg


Internationale Athletinnen und Athleten profitieren insbesondere von Sprachkursen der Volkshochschule Friedrichshafen, die eine zentrale Grundlage für Integration und Bildungserfolg darstellen.

Perspektiven über den Sport hinaus

Ein weiterer wichtiger Entwicklungsbaustein ist der Aufbau eines Netzwerks aus Partnerbetrieben. Diese sollen perspektivisch entstehen und Ausbildungs- sowie Arbeitsplätze für Athletinnen und Athleten bieten.

Ziel ist es, langfristige berufliche Perspektiven zu schaffen und die Zeit nach der sportlichen Karriere frühzeitig vorzubereiten.

Fazit: Ein Modell mit internationaler Strahlkraft

Das TCC Friedrichshafen entwickelt sich zu einem ganzheitlichen Leistungszentrum, das in dieser Form einzigartig ist. Die Kombination aus:

  • früher und flächendeckender Talentidentifikation
  • strukturierter und schulintegrierter Förderung
  • internationalem Trainingsumfeld
  • möglicher Bundeswehr-Anbindung
  • gelebter Inklusion
  • und umfassender Bildungsintegration


schafft ein Modell mit nationaler und internationaler Strahlkraft.

Der Fokus liegt klar auf der Entwicklung deutscher Athletinnen und Athleten – insbesondere in den Bereichen Nachwuchs, Talent und Spitzensport. Gleichzeitig ist es gerade der internationale Charakter der Trainingsgruppen, der den entscheidenden Wettbewerbsvorteil bietet.

So entsteht in Friedrichshafen ein Zentrum, das sportliche Exzellenz, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung auf höchstem Niveau vereint.



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