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Aktuelles

16.05.2011

Markus Kohlöffels Team in Peking angekommen



Am Samstagvormittag verließ die schwedische Mannschaft von Cheftrainer Markus Kohlöffel (BSV Friedrichshafen) das Samsung-Team in Seoul und flog nach Peking zum weiteren Trainingsaufenthalt mit der chinesischen Nationalmannschaft.



Schwedens Mannschaft ist im Hotel auf dem Gelände von Pekings Sportuniversität untergebracht, wo sich auch die Trainingsstätten der Taekwondo-Nationalmannschaft Chinas befinden. Die Sportuniversität und der Spitzensport sind jedoch nicht miteinander gekoppelt.



Die Förderstruktur im Taekwondo-Sport Chinas sieht drei nationale Trainingszentren vor, wovon eines in Peking angesiedelt ist, das zugleich von der World Taekwondo Federation (WTF) als regionales Trainingszentrum anerkannt ist.

China besteht aus 32 Provinzen aus denen die Spitzenathleten rekrutiert werden. Die sportliche Karriere beginnt in China auf Club-/Vereinsebene. Ist ein Sportler talentiert, kann er sich auf eine Sportschule bewerben. Wird er bei bestandenem Eingangstest aufgenommen, lebt er von da an dort. Fällt er auch dort durch überdurchschnittliche sportliche Leistungen auf, wird er in die Provinzmannschaft berufen und ist in deren Trainingszentrum untergebracht.

Auf Provinzebene beginnt das Profitum -  mussten an der Sportschule noch Gebühren bezahlt werden, erhält der Sportler nun nicht nur Unterkunft und Verpflegung, sondern auch ein Gehalt, welches die Provinz trägt.

Aber auch ohne die Zugehörigkeit zu einer Sportschule ist ein Sprung in die Provinzmannschaft möglich, entweder direkt über den Club oder über die Stadtmannschaft, falls die Heimatstadt eine im Taekwondosport unterhält.

Die Provinzmannschaft ist das Sprungbrett in die Nationalmannschaft. In welche der drei nationalen Trainingszentren der Athlet dann entsandt wird, entscheidet der Staat. Auch hier erhalten die Sportler neben Unterkunft und Verpflegung ein Gehalt, das sowohl von der Provinz als auch vom chinesischen Taekwondo-Verband getragen wird. Sollte der Sportler zudem ins Militär berufen werden, bekommt er ein zusätzliches Entgelt. Welchem Sportler dies zugedacht wird, entscheidet wiederum der Staat.



Das Trainingsgebäude, in dem auch andere Sportarten trainieren, wurde für die Olympischen Spiele 2008 errichtet und danach Chinas Nationalmannschaften zugänglich gemacht. Die Unterbringung der chinesischen Spitzenathleten findet gleichfalls vor Ort statt – ebenso wie die Verpflegung.



Die chinesische Taekwondo-Nationalmannschaft (Damen und Herren) besteht aus maximal 60 Athletinnen und Athleten. Chinas Sportförderung ist in drei Förderstufen unterteilt. Die Damen-Mannschaft gehört dem A-Level an (Goldmedaillen bei Olympischen Spielen) und die Herren dem C-Level (keine olympische Medaille). Im B-Level sind Sportarten mit olympischen Medaillen angesiedelt, die jedoch noch nicht den Sprung zu olympischem Gold geschafft haben.

Der Trainerstab im Taekwondo umfasst derzeit ca. 25 Trainer: Ein Cheftrainer, zwei koreanische Damen-Trainer, ein koreanischer Herren-Trainer, ein Konditionstrainer und 20 Trainer, die den Athleten aus den jeweiligen Provinzen zugeordnet sind und sich auch nur um diese kümmern.



Die Rekrutierung in beispielsweise den WM-Kader erfolgt über den Cheftrainer, der jedoch hauptsächlich organisatorisch und administrativ tätig ist.

Die Athleten leben meist seit jungen Jahren (ab einem Lebensalter von 12) fernab von ihren Familien. Teilweise sehen sie diese nur einmal jährlich. Eine Athletin hat ihre Familie gar seit vier Jahren nicht mehr gesehen.

Die Zugehörigkeit zu einer Provinzmannschaft oder der Nationalmannschaft stellt eine soziale Absicherung dar – zumindest für den Zeitraum der aktiven Laufbahn. Deswegen befinden sich auch einige Sportler in der Mannschaft, die nicht mit 100%iger leistungssportlicher Ideologie hinter ihrem Sport stehen, sondern es als eine Art „Arbeit“ sehen.

Der Zeitpunkt des Karriereendes wird vom Staat bestimmt und ist nicht dem Sportler überlassen. Der Staat bestimmt über den Athleten. Zudem ist eine Schwangerschaft während der Zugehörigkeit zur Nationalmannschaft verboten, ebenso wie ein privates Verhältnis in jüngeren Jahren. Erst später, ab einem Lebensalter von ca. 23 Jahren, werden Beziehungen offiziell geduldet. Eine Heirat ist durchaus möglich, jedoch ist die Unterbringung nach wie vor getrennt. Erst nach Beendigung der sportlichen Karriere ist eine gemeinsame Unterkunft denkbar.



Im Trainingsgebäude befinden sich zwei sportartspezifisch eingerichtete Trainingsräume, wovon einer mit der Sportart Boxen geteilt wird.



Aber Peking bietet nicht nur Taekwondo.



Nach einer ersten Trainingseinheit war am Samstagabend und den ganzen Sonntag Shopping in der „Silk Street“ angesagt…



… und das war kaum weniger anstrengend als die Trainingseinheit zuvor…



Somit ließ es ich Cheftrainer Markus Kohlöffel und seine Damenriege am Abend bei einer Fußmassage gut gehen.



Heute standen wieder zwei Trainingseinheiten auf dem Programm, jeweils 90 Minuten von 9.30 bis 11 Uhr und von 15.30 bis 17.00 Uhr.

Vormittags stand das sportartspezifische Training im Vordergrund…



… und nachmittags das konditionelle auf der Laufbahn…



… sowie in der Sporthalle.




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