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22.04.2008

Taekwondo

Beim Taekwondo tut’s höchstens dem Angreifer weh

FRIEDRICHSHAFEN (jgp) – Kampfsport und Verletzungen: Das gehört, zumindest in den Augen von Laien, unmittelbar zusammen. Die Realität ist oft genug eine andere: Beim Taekwondo sind Verletzungen die Ausnahme – und wenn, dann tut’s dem Angreifer weh.

Markus Kohlöffel kennt die Vorurteile. Der Taekwondo-Bundestrainer der Damen weiß, dass die Meinung verbreitet ist, sein Sport sei ein besonders gefährlicher, auch: verletzungsintensiver. Die Erfahrung des Friedrichshafeners, der in der Zeppelin-Stadt auch den BSV Friedrichshafen trainiert, ist allerdings eine andere. „Im Spitzensport liegt Taekwondo bei den Verletzungen ganz weit hinten. Im Breitensport geht sie gegen Null.“ Durch Gegnereinwirkung verletze sich quasi niemand; „wenn, dann passiert das eher mal, weil man daneben greift“. Oder beim Schlagen falsch trifft.

Im Taekwondo sind Kopf, Zähne, Schienbein, Unterarm, Hände und Unterleib geschützt, dazu kommt eine Körperschutzweste. Nur auf die Bereiche Weste und Kopf dürfen Angriffe kommen. Bei einem Top-Kämpfer wie Daniel Manz könne man die Kopftreffer, die nur mit dem Fuß erzielt werden dürfen, „an einer Hand abzählen“ (Kohlöffel); im Breitensport ist Vollkontakt ohnehin tabu.

Taekwondo – ein Sport ohne jedes Risiko? Ganz so ist es natürlich nicht. Im BSV achtet man beim Training neben Kondition, Beweglichkeit und dem Krafttraining mit Zusatzgewichten (bei den Leistungssportlern) vor allem auf saubere Technik: Die Trefferzone (Kopf und Rumpf) muss möglichst bei jedem Schlag getroffen werden. Sonst tut’s weh – jedoch meistens dem Angreifer. Unpräzises Schlagen oder Treten führt nämlich ganz schnell dazu, dass etwa der Fuß am Ellbogen des Gegners landet. Und dann kann’s vor allem dem Angreifer ganz schön weh tun. „Aber diese Treffer sind dann fast immer irregulär“, weiß Trainer Kohlöffel.

Doch es gibt Unterschiede zwischen Breiten- und Spitzensport. „Klar wird bei den Spitzensportlern anders gekämpft, aber die haben ja wiederum eine bessere Muskulatur, um zum Beispiel Treffer im Rumpfbereich abzuwehren; sie reagieren schneller und haben einfach ein anderes Auge“. Beim Boxen „bekommt man häufiger eine mit“, weist Trainer Kohlöffel darauf hin, dass ein blaues Auge schon das Höchste der (negativen) Gefühle sei. „Es mag sich brutal anhören, dass man den Kopf nur mit dem Fuß treffen darf. Aber der Weg vom Fuß am Boden zum Kopf ist lang – der Verteidiger hat viel Zeit, zu reagieren“.

All das mag man als Breitensportler nicht denken, wenn man den Profis zusieht und vielleicht sogar mal einen „Lucky Punch“, einen K.O.-Schlag live miterlebt. Das alles sei aber nicht die Welt der Breitensportler: „Um Verletzungen zu vermeiden, reicht das aus, was man in anderen Sportarten auch braucht. Die Verletzungsgefahr im Taekwondo geht bei Anfängern gegen Null. Da ist sogar Schulsport gefährlicher.“


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