Taekwondo Competence Center Friedrichshafen | TCC | adidas Testcenter

Aktuelles

22.08.2008

Taekwondo

Helena Fromm bleibt die Goldhoffnung

Horst F. Tuneke



Peking. Wenn man erst vor wenigen Tagen 21 Jahre alt geworden ist wie Helena Fromm aus Arnsberg, kann man noch viele Medaillen gewinnen. In Peking hat die Taekwondokämpferin ihren Traum nicht erfüllen können, Edelmetall zu erobern.

Der Einzug ins Viertelfinale gelang der Weltergewichtlerin leicht. Trotz früher Startzeit um 9 Uhr morgens benötigte die Westfälin wenig Anlaufzeit, um Barry Dalanda aus Conakry in Guinea mit 6:1 zu schlagen. "In den ersten 30, 40 Sekunden war ich sehr nervös, aber die Atmosphäre hier ist großartig", berichtete die Europameisterin. Doch im Kampf um den Einzug ins Halbfinale um Bronze hatte die deutsche Medaillen-Hoffnung kein Glück. Gegen die ständig zurückweichende Puertorikanerin Ocasio Rodriguez fand sie kein Mittel und verlor mit 0:2, obwohl sie sicher war, ein paar Treffer erreicht zu haben. Doch der Kampfleiter wertete die Aktionen nicht. Noch nicht einmal ein Kopftreffer der Arnsbergerin fand Gnade vor seinen Augen.

Treffer nicht gewertet


Helena Fromm (r) beim Kampf. Foto: dpa

"Der zweite Kampf ist nicht ausgegangen, wie erhofft", stöhnte die Südwestfälin. Zwar seien ein paar Treffer nicht gewertet worden, "aber ich habe auch Fehler gemacht, die man auf diesem Niveau nicht machen darf". Mit Tränen in den Augen war Helena Fromm nach dem Kampf aus der Halle gerannt, zu keiner Äußerung fähig. "Ich bin enttäuscht, weil ich viel Zeit investiert habe", stellte die Verliererin des Viertelfinales in der 67-Kilo-Klasse später fest. Ihre Schwester und eine Tante hatten sie auf der Tribüne angefeuert.

Auch an Unterstützung aus der Heimat mangelte es nicht. "Meine Familie ist auch so stolz", tröstete sich Helena Fromm über den Verlust ihrer heimlichen Gold-Hoffnung hinweg. 150 Leute, darunter der Bürgermeister, haben sie daheim in Arnsberg angefeuert, wurde ihr berichtet. Sie erfuhr es nach einem Telefonat mit den Eltern. Dabei war sie optimistisch in das Duell gegangen, denn bei den US Open hatte sie Ocasio Rodriguez geschlagen. Die Puertorikanerin hat die Niederlage nicht vergessen, denn sie hatte sich dabei einen Finger gebrochen. Aber in Peking drehte sie den Spies um. Vielleicht hätte die Arnsbergerin gewonnen, wenn wie beim Europa-Championat elektronische Westen mit automatischer Treffer-Anzeige verwendet worden wären. Dann wären der Willkür von Kampfrichtern Grenzen gesetzt gewesen. "Ich kann mir nicht vorstellen, in drei Runden keinen Treffer erreicht zu haben", beklagte sich die Teakwondo-Spezialistin noch einmal weit nach Kampfende.

Keine Hoffnungsrunde


Enttäuschung nach dem Kampf. Foto: dpa

Selbst die Aussicht auf die Hoffnungsrunde blieb der blonden Deutschen versperrt. Ocasio Rodriguez verlor im Halbfinale gegen Karine Sergerie, die Weltmeisterin aus Kanada. Damit war Helena Fromm draußen. "Es ist jammerschade, Helena hätte gewinnen können", sagte Bundestrainer Markus Kohlöffel. Das Quäntchen Glück wie bei der Europameisterschaft habe in Peking gefehlt. Der Ausgang für die Deutschen sei für ihn bei vier Startern, die alle ausgeschieden sind, enttäuschend. Man habe auf zwei Medaillen gehofft und stehe nun mit leeren Händen da. Das Leben geht weiter.

Im nächsten Jahr will die 21-Jährige Sauerländerin bei der Weltmeisterschaft in Norwegen von neuem angreifen. Und danach geht die Vorbereitung auf die Sommerspiele 2012 in London los. "In vier Jahren", sagt Bundestrainer Kohlöffel, "ist Helena unsere Gold-Hoffnung".


Sprache wählen: german
29.07.2010

In zwei Tagen startet das Trainingscamp des BSV Friedrichshafen
Heute morgen wurde die Sporthalle der Bodenseeschule (Zeisigweg 1, 88045 Friedrichshafen)...


27.07.2010

Gürtelprüfung im BSV Friedrichshafen Heute fand zum Abschluss des ersten Trainingshalbjahres des BSV Friedrichshafen in der...

Partner